Originalchronik von Herrn Walter Wohlfahrt (2002) angeregt und begleitet durch Obfrau Christa Ebner (2000-2006)
Vorgeschichte der St. Veiter Goldhauben
Die Vereinsgründung von 1885
Das erste Vereinsstatut
Die Goldhauben bis zum Ende der Kaiserzeit
Der Verein der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939
Die Goldhauben im Dritten Reich
Die Zeit nach 1945
Statistik Mitgliedsbewegung 1885 - 1918
Auswertung und Analyse
Nachtrag zur Chronik
Jüngste Forschungsergebnisse wurden im März 2012 aus aktuellem Anlass aktualisiert wie folgt:
Am Unteren Platz, heute Hausnummer 16, wohnte der bürgerliche Fleischhauermeister Johann Pippenbach.
Ihm folgte 1828 seine Witwe Anna und bald danach Tochter Katharina, verehelichte Debellak.
Mit ihrem Gatten Thomas richtet sie 1830 eine Eingabe an den Magistrat,
ihre eigene Mutter betreffend. Was sich im Landesarchiv unter Stadt St. Veit Faszikel 50 (= Handschrift „Stück“) an wörtlicher Aussage findet, ist ein echter Neufund, der geeignet erscheint, dem Anfangskapitel meiner „Chronik
des St. Veiter Bürger-Goldhauben Frauen-Vereines“ (erschienen 2002 auf Anregung von Frau Christa Ebner) eine frühe, bislang nicht bekannte bürgerliche Hauben-Trägerin hinzu zu fügen.
Der verkürzte Originaltext lautet,
„der hohe Magistrat möge das täglich gefährlicher werdende Betragen unserer Mutter, welches auf einen ziemlichen Grad von Tollheit schließen lässt, untersagen.
Außerdem habe sie allerlei Wertgegenstände zum Schwiegersohn Traunsteiner verschleppt, u. a. – und jetzt kommt es –
1 Goldspitz(en)haube,
1 Schwarzsamtenen Kittel mit Goldspitz(en) und
1 grünen zizenen Kittel.“
Der weitere Verlauf der Familienfehde ist zwar nicht bekannt, dass es sich aber bei der Fleischhauermeisters-Gattin
Anna Pippenbach,
Lebenszeit ca. 1755-1830,
um eine St. Veiter Goldhauben-Frau gehandelt hat, darf hier ohne Zweifel festgehalten werden.
Walter Wohlfahrt, März 2012


